Gibt es von der OPNsense Firewall hier eigentliche in Backup? Oder von dem Switch da drüben? Ja. Wo? In meinem Kopf. Wir alle kennen die These “Ich speichere das in meinem Kopf, ich brauche keine Dokumentation”.

Mentale Backups sind nicht nur in der IT gefährlich. Sie erzeugen eine Illusion von Sicherheit, während tatsächlich zu Datenverlust, Fehlentscheidungen, Sicherheitslücken und Compliance-Verstößen führen kann.

Dabei sind die Risiken mehr als offensichtlich:

🔥 Single Point of Failure: Krankheit, Urlaub, Kündigung. Kritische Workflows oder Passwörter gehen verloren, die Ausfallzeiten steigen massiv an.

🔥 Fehlende Reproduzierbarkeit: IT braucht nachvollziehbare, wiederholende Prozesse. Mentale Abläufe sind oftmals unvollständig, fehleranfällig, nicht auditierbar und schonmal gleich gar nicht automatisierbar.

🔥 Compliance-Verstöße: Viele Standards wie ISO 27001, BSI, SOC2 u.w. verlangen eine vollständige Dokumentation.

🔥 Sicherheitsrisiken: Passwörter werden vergessen oder unsicher gewählt, Notfallpläne existieren nicht schriftlich, Details fehlen bei Incident Response. “Wissen” geht auf diese Art verloren, die Systeme bleiben unsicher.

🔥 Fehler durch falsche Erinnerung: Wir Menschen erinnern uns nicht exakt. Details werden unscharf, wir vergessen Abhängigkeiten, es führt zu inkonsistenten Deployments. Das ist als “funktioniert bei mir”-Problem bekannt.

🔥 Blockierte Teamarbeit: Neue Teammitglieder werden unzureichend eingearbeitet, Wissen bleibt “tribal knowlege”, Projekte hängen an einzelnen Personen. Fehler werden wiederholt da keiner weiß, was vorher schiefging.

Mental Backups sind bequem oder entstehen unter Zeitdruck. IT-Systeme wachsen, ändern sich und werden komplexer - das Gehirn nicht.

Oftmals werden bei Backups wichtige Systeme wie Firewalls, Switche usw. übersehen. Allerdings ist es auch hier wichtig eine vollständige Dokumentation und ein funktionierendes Backupkonzept zu haben.

Steffen Schoch
dsb IT-Servcies GmbH